2001: Zeugin der Anklage
Agatha Christie
Nach fast anderthalb Jahren kehrte das Theater Weissglut im März auf die Kellerbühne Grünfels zurück – mit Agatha Christies "Zeugin der Anklage".

Ein brutaler Mord an einer wohlhabenden älteren Dame löst einen Presserummel aus, der an die Publicity im O.-J.-Simpson-Fall erinnert. Belastende Indizien lassen auf einen möglichen Täter schliessen, mit Motiv und einem nicht ganz wasserdichten Alibi: Sollte es seinem Verteidiger gelingen, den Kopf des charmanten jungen Schwerenöters aus der Schlinge zu ziehen? Lüge und Wahrheit sind nicht immer so genau voneinander zu trennen. Ungewiss, ob am Ende die Geschworenen oder das Schicksal selbst ihr Urteil fällen.

Die zweifach – unter anderem mit Marlene Dietrich – verfilmte Geschichte gilt als Vorbild für diverse Anwaltsserien von den Sechziger- bis in die Neunzigerjahre. Ein spannender, eher ungewöhnlicher Christie, für einmal ohne Miss Marple oder Hercule Poirot.

Regie: Michael Rüegg